Neues Standortkonzept für die Kreisverwaltung Germersheim: Modernisierung und besserer Bürgerservice
Germersheim/Kandel/Rülzheim – Die Kreisverwaltung Germersheim stellt ihre Standorte neu auf. Voraussetzung ist die Zustimmung des Kreistags am 9. März. Ziel des Konzepts sind Kosteneffizienz, eine zeitgemäße Verwaltungsstruktur und ein verbessertes Serviceangebot für Bürgerinnen und Bürger.
„Wir stehen vor einer notwendigen und umfassenden Modernisierung“, erklärte Martin Brandl. Neben der fortschreitenden Digitalisierung spiele vor allem die bauliche Situation der Liegenschaften eine zentrale Rolle. Mit dem Kauf des ehemaligen Sparkassengebäudes in Kandel und dem geplanten Verkauf des sanierungsbedürftigen Verwaltungsgebäudes aus den 1950er-Jahren am Luitpoldplatz in Germersheim habe man das gesamte Standortkonzept überprüft.
In die Bewertung flossen neben Kosten auch Erreichbarkeit, Barrierefreiheit, Serviceorientierung sowie technische Ausstattung ein. Ergebnis: Das Gebäude in der 17er Straße, in dem unter anderem Teile des Jugendamts, der Ordnungsbehörde und der Kfz-Zulassungsstelle untergebracht sind, gilt als nicht ausreichend zukunftsfähig. Trotz guter Zusammenarbeit mit dem Vermieter soll der Standort daher aufgegeben werden. Ebenso wird – wie bereits beschlossen – der Standort in der Waldstraße mit den Arbeitscontainern geschlossen.
Parallel ergaben sich zwei neue Mietoptionen: Teile des ehemaligen Verwaltungsgebäudes des Möbelherstellers Nolte sowie ein bisher von ITK-Engineering genutzter Gebäudeteil in Rülzheim. Beide Immobilien gelten als modern und bieten Platz für zahlreiche Beschäftigte. Nach aktuellen Planungen könnten sie zunächst bis Ende 2029# angemietet werden.
Stimmt der Kreistag zu, soll der Standort Luitpoldplatz bis zum Sommer geräumt und nach Rülzheim verlagert werden. Das Nolte-Gebäude ist langfristig als zentraler „Sozialstandort“ vorgesehen und soll schrittweise bis Ende 2027 entwickelt werden. In Kandel sollen nach erforderlichen Umbauten ab Mitte 2027 Dienstleistungen aus nahezu allen Bereichen der Kreisverwaltung angeboten werden; insbesondere das Gesundheitsamt soll dort künftig angesiedelt sein.
Noch seien nicht alle Details final geklärt, betonte Landrat Brandl. Für einzelne Sachgebiete lasse sich derzeit noch nicht festlegen, wann und wo sie konkret ihren Sitz haben werden. Ziel sei jedoch eine moderne und leistungsfähige Verwaltung mit zeitgemäßen Angeboten für die Bevölkerung.
Hintergrund der zeitlich befristeten Neuausrichtung ist auch der geplante Abriss und Neubau des Sparkassengebäudes am Luitpoldplatz. Während der Bauphase, die voraussichtlich bis Ende 2029 dauert, kann das benachbarte historische Festungsgebäude der Kreisverwaltung aus technischen Gründen nicht genutzt werden. Diese Zeit wolle man nutzen, um auch diesen Standort zu sanieren und anschließend ein dauerhaftes, langfristiges Standortkonzept für die Kreisverwaltung im Landkreis Germersheim umzusetzen. 1
Das ist auch hier die Frage – und nicht nur bei Hamlet.
Auch mein kritischer Journalismus steht genau an diesem Punkt: ohne einen einzigen Cent Zwangsgebühren, ohne Steuermillionen, ohne Milliardäre im Hintergrund.
Ich arbeite unabhängig – und lebe ausschließlich von Ihrer Unterstützung.
Auf Sie kommt es an.
Denn nur gemeinsam sind wir stark, nur gemeinsam können wir Missstände benennen und Dinge tatsächlich verändern.
Ihr Südpfalzreporter (Der Südpfalzgestalter) André Braselmann
PayPal • whydonate
Verweise:
- Originaltext

