Deutschland diskutiert intensiv über Extremismus – aber nicht immer vollständig. Während rechte Gewalt zu Recht scharf verurteilt wird, bleibt linksextreme Gewalt häufig unterbelichtet oder wird sprachlich verharmlost. Doch wer Steine wirft, Autos anzündet oder Polizisten angreift, handelt nicht „protestierend“, sondern extremistisch.
Nach Einschätzung des Bundesamt für Verfassungsschutz existiert seit Jahren eine stabile linksextremistische Szene mit einem gewaltbereiten Kern. Ihr Ziel ist nicht Reform, sondern der Bruch mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Gewalt gilt dabei als legitimes Mittel – eine klare Absage an den demokratischen Konsens.
Besonders problematisch ist die Grauzone zwischen legalem Protest und militantem Aktivismus. Wenn sich extremistische Gruppen gezielt an Demonstrationen andocken, kippt die Legitimität ganzer Bewegungen. Die pauschale moralische Aufladung („gegen rechts“, „gegen Kapitalismus“) ersetzt dann die notwendige Distanz zu Gewalt.
Politisch bleibt die Abgrenzung oft unscharf. Der Verfassungsschutz spricht von „Milieu-Nähe“ – ein Begriff, der erklärt, warum gemeinsame Narrative, Aktionen oder fehlende Trennlinien Vertrauen in den Rechtsstaat untergraben. Auch wenn Die Linke nicht als extremistisch gilt, steht sie durch einzelne Akteure und Tolerierung ambivalenter Positionen im öffentlichen Fokus.
Eine wehrhafte Demokratie misst nicht mit zweierlei Maß. Sie schützt Protest, sanktioniert aber Gewalt – unabhängig von der politischen Farbe. Linksextremismus zu benennen ist kein Kulturkampf, sondern demokratische Pflicht.
Sein oder nicht sein...
Das ist auch hier die Frage – und nicht nur bei Hamlet.
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Ihr Südpfalzreporter (Der Südpfalzgestalter) André Braselmann
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